Eutergesundheit

Euterentzündungen zählen zu den häufigsten und kostenintensivsten Erkrankungen auf Milchviehbetrieben. Sie werden meist durch Bakterien verursacht, die entweder aus der Umwelt stammen oder von anderen Kühen übertragen werden.

Während subklinische Mastitiden häufig unbemerkt bleiben, lassen sich akute klinische Euterentzündungen deutlich leichter erkennen: Fieber, ein geschwollenes und verhärtetes Euterviertel sowie Flocken oder ein sogar stark verändertes Sekret sind typische Hinweise.

Unser Leistungsspektrum für Einzeltiere und Herde:

  • Diagnostik und Therapie von akuten und chronischen Euterentzündungen
  • Selektives Trockenstellen, betriebsindividuell aufs Einzeltier bezogen
  • Eigenes Milchlabor und Zusammenarbeit mit Fachlaboren, u.a. zur Leitkeimbestimmung
  • Behandlung von Euter- und Zitzenverletzungen, Euter-Schenkel-Ekzemen und nicht-heilenden Euterwunden
  • Beratung bei Bestandsproblemen im Bereich Eutergesundheit, eingeschränkter Milchqualität, hoher Tankmilchzellzahl
  • Entnahme von Viertelgemelksproben und Leitkeimbestimmung
  • Bestandssanierung bei gehäuften Erregerproblemen

Wie behandeln wir gezielt – und was hilft langfristig?

Welche Therapie erforderlich ist, hängt von den Symptomen und dem zu Grunde liegenden Erreger ab; nicht immer ist eine antibiotische Behandlung notwendig. Um gezielt behandeln zu können und gleichzeitig einen Überblick über die Erregerlage im Bestand zu gewinnen, sind Untersuchungen von Viertelgemelksproben besonders wertvoll. Wir untersuchen sie in unserem eigenen Milchlabor oder in Zusammenarbeit mit Fachlaboren.

Ist der betriebsspezifische Leitkeim bekannt, lassen sich Prophylaxemaßnahmen gezielt anpassen – von der Wahl des Zitzendippmittels über Zwischendesinfektion bis hin zu Optimierungen der Haltungsbedingungen.

Bei gehäuften Infektionen mit bestimmten Erregern, etwa Staphylococcus aureus, Streptococcus uberis oder Streotococcus canis, begleiten wir die Betriebe bei einer strukturierten Bestandssanierung.

Warum ist die Trockenstehzeit eine Schlüsselphase für die Eutergesundheit?

Die Trockenstehzeit sowie der Zeitraum um die Kalbung sind eine Phase mit besonderer Bedeutung für die Eutergesundheit.

Während des Trockenstehens regeneriert sich das Eutergewebe, die Chance für eine bakteriologische Heilung erkrankter Viertel sind gut.

Gleichzeitig fehlt jedoch der Spüleffekt durchs Melken, der in den Strichkanal eingedrungene Keime regelmäßig aus dem Euter entfernt.

Daher liegt das Ziel für eine gelungene Trockenstehzeit nicht nur in der Ausheilung bestehender Infektionen, sondern im konsequenten Verhindern von Neuinfektionen.

Haben Sie Probleme mit der Eutergesundheit Ihrer Wiederkäuer?

Dann helfen wir Ihnen gerne.

Wir sind für Sie rund um die Uhr erreichbar unter der Telefonnummer 08862 251, gerne können Sie uns auch eine Nachricht über das Formular senden.

Kontaktformular

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